Mobile Funktelekommunikationsgeräte

  • Jeder Afrikaner träumt von einem eigenen Handy und möchte mindestens eins besitzen
  • Das Handynetz ist super ausgebaut, man bekommt fast überall die beste Übertragungsgeschwindigkeit (auch im Busch)
  • Handys sind hier relativ günstig
  • Man kann mit dem Handy…
    1. bezahlen
    2. Guthaben verschicken
    3. die Rufnummer mitnehmen
    4. Lotto spielen
    5. Gesprächsguthaben in Datenvolumen fürs Internet umwandeln
    6. Strom bezahlen
    7. und sogar telefonieren und SMS schreiben 😀

Übrigens: Das iPhone ist hier (noch) ein iExot. Alle schwören auf Blackberry, weil man dann nämlich kostenlos Facebook und den Blackberry-Messenger nutzen kann. Ganz geschickt geMACHT.

Touchscreens sind noch verpönt, alle brechen sich an der winzigen Blackberry-Tastatur die Finger.

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Roadmap

Oh ist das schön. Wir haben mal ein paar Pieker auf die Karte gemacht, wo wir schon waren. Das wird hoffentlich noch mehr. Und ihr habt eine bessere Vorstellung.

UPDATE: Nach unserem Urlaub haben wir ein paar neue Flecken auf der Landkarte erobert!

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Wie wachsen eigentlich Bananen?


Sanibonani (“herzlich Willkommen”)! Du stehst gerade vor unserer Wohnungstür!
Mittlerweile sagen sogar schon die Kinder hier in GGA, dass Samuel und Sabine in der “flat with the blue door” hausen 😉 Hier wachsen so einige Bananenpalmen und weil man in Deutschland eher Apfel- und Kirschbäume gewohnt ist, wollen wir uns die mal genauer angucken…

 


So sieht eine Bananenstaude aus der Nähe  aus…

 


Lecker, lecker, da hängen sie die guten Früchtchen…

 


Und so sieht die Blüte aus. Die ist ziemlich groß und schwer und hat kräftige, tulpenartige Blütenblätter.

 


Die vertrockneten Palmenblätter hängen in großen Bahnen von der Pflanze herunter. Könnte man fast schon Papyrus draus machen…

 


Natürlich gibt’s auch immer ein paar faule Früchte, die dann einfach runterfallen.

Das war’s erstmal. Schmecken übrigens auch gut die Bananen!

 

 

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A home for a child

Gerade einmal zwei Stunden ist es her, als wir zusammen mit allen Kindern die neue Website von  God’s Golden Acre (www.godsgoldenacre.org) betrachtet, durchgeklickt, kommentiert und gefeiert haben.

Die Kinder waren extrem interessiert und konnten gar nicht glauben, dass jeder auf der ganzen Welt, so er denn Internet hat, sich die Website anschauen kann. Auch Heather ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Es war eine gute Aufbruchsstimmung und ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Besonders nach dem gemeinsam gesprochenen und gesungenen Gebet.

Wir sind sehr stolz, dass es nun endlich seit mehreren Jahren wieder eine offizielle Website der Nichtregierungsorganisation God’s Golden Acre (GGA) gibt.

Ganz neu ist auch die Möglichkeit, den Kids durch Beteiligung am 5-Euro-Fond zu helfen. Dieser monatliche Beitrag ist wichtig, um GGA unabhängig, zukunftsfähig und auf stabilen Beine zu stellen. Der Betrag tut keinem Weh und ist durch den Verzicht auf zwei Edelkaffees locker kompensiert.

Also wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat…

Zu guter Letzt noch ein kleines Intro, was wir hier tun und was GGA allgemein unterstützt:

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Namensvetter

Wie kommt man auf so eine Blogadresse. Hää??!?! Kann man die sich überhaupt merken. Wie, die war noch frei? Seid ihr verrückt? Wie?

Ja wir haben diesen Schritt wohlweislich, zurückblickend und vorausschauend zugleich durchdacht und tausendfach durchgespielt. Nicht nur in der Theorie. Die Adresse besitzt einen tieferen Sinn und ist zugleich euer erster Schritt bzw. euer erstes Wort in einer neuen Sprache. Nämlich Zulu. Diese südafrikanische Volksgruppe umfasst ca. 11 Mio Menschen und die größte ethische Gruppe Südafrikas. Sie leben vornehmlich in dem Staat KwaZulu-Natal. Sie sprechen IsiZulu.

Und das wollten wir euch mitgeben.

Nun seid ihr hoffentlich aufgeklärt. Schaut bitte nicht zu verklärt. Weitere Sprachfetzen werden folgen…

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In Afrika

Reiselektüre gibt es genug. Kiloweise und meistens sch…e. Außerdem braucht man neben den staubtrockenen und allwissend anmutenden Lonely Planets, Marco Polos und ADACs etwas frische Luft und Abwechslung.
In Heinz Strunks “In Afrika” wird man ziemlich schnell fündig. Das Lesen fühlt sich streckenweise an, wie Kopf bei Gegenverkehr und 180 km/h aus dem Fenster halten. Da werden die guten Grammatikregeln und die gepflegte Schreibart zugunsten irrwitziger Wortneuschöpfungen und unkonventioneller Gedanken, sowie depressiven langweiligen Beobachtungen, Gedanken eingetauscht. Genial!

Die relativ leichte aber ungemein erheiternde Schrift schließt nach 268 Seiten. Die ersten 36 Seiten (zwei Kapitel) sind ganz schön dröge und man wird ziemlich in den depressiven Novemberalltag in Hamburg (unfreiwillig) entführt.
Doch dann startet Heinz mit seinem besten Freund C. in eine touristische Betonerholungsburg nach Kenia in die Nähe der Hauptstadt Mombasa durch. Beide bevorzugen Reisen, bei denen die Erholung nicht durch tolle Erlebnisse, neue Anregungen oder interessante Urlaubsbekanntschaften erfolgt, sondern durch Nichterkrankung, körperliche Ruhe und keine Gewichtszunahme. Kurz gesagt: KEIN-ERLEBNIS-REISEN. Das proklamierte Ziel verfolgen sie eisern. Schön ist, wie man ihnen die deutsche Art anmerkt, sie stundenlang vor dem künstlichen Pool der Ferienanlage sitzen, mit ihrem Körper unzufrieden sind und lästernd feststellend die Urlaubsgäste betrachten. Ach ja, dabei ist auch eine Menge Alkohol, Männerträume und Spielfreude im Casino dabei. Am Ende wirds sogar noch spannend, da die beiden mitten in den Strudel der Gewalt nach den Wahlen in Kenia geraten.
Dabei ist das Reisepaar ungleicher als gleich. C. der Wert auf Pünktlichkeit legt, maßvoll und taktisch ist und Heinz, der Termine verschläft, den Kopf voller Schweinereien hat und faul ist. Zitatanfang. C. ist zugleich jemand der nicht fragt, sondern befragt. Er lädt auch gerne ein, allerdings werden Einladungen grundsätzlich nur dann ausgesprochen, wenn sie ihn nichts kosten.

“Darf ich dich einladen, mich an den Pool zu begleiten? Darf ich dich einladen, mit mir gemeinsam das Mittagessen einzunehmen?” Der Gipfel C.’scher Einladungskultur: “Darf ich dich einladen, einen Blick aufs Meer zu werfen?” Zitatende.

Es ist einfach wundervoll, dass doppelt so alte Menschen noch genauso ticken wie man selbst. Das schafft Beruhigung und Anerkennung. Manchmal auch nur unbewusst.

Wunderschön ist, wie Heinz(i) sich über die anstehende Reise informiert:

Und auch live abgeht wie ein Schnitzel:

By the way: Heute wird 2-monatiger Aufenthalt gfeiert…

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Der Weg ist das Ziel

Es ist der zehnte elfte zweitausendundelf: Der erste Monat ist rum, die Zeit verfliegt und die ersten Wochen waren intensiv in jeder Hinsicht. Nichtsahnend stürzten wir uns arbeitsam in den Donnerstag als uns eine Offer von Heather erreichte:
Nicer Trip zu Heathers Tochter nach Mozambik…  ach nee, doch lieber nach Namibia und sofort losfahren… oder lieber doch an die Wild Coast???
Vorfreude und Verwirrung.
Am Ende siegt die Vernunft, dass wir die paar Tage nicht nur der Fahrerei oder der Hitze widmen wollen. Steve hat die  Idee , mit ein paar Volonteers an die Wild Coast zu fahren, zu einem Kumpel von ihm, der einen Backpacker in Strandnähe besitzt. Abmachung: Abfahrt am Freitag um 8:00. Aussicht auf Wellen, Nichtstun und unberührte Natur. So soll es sein, let’s go!

Freitagmorgen
Als wir gerade eine Stunde vorher aufgestanden sind, erreicht uns die SMS: „Wird nichts vor halb neun“.  Doch noch genug Zeit den Rucksack durchzugehen und eine Scheibe Toast mehr zu essen.

8:30
Irgendwie sieht‘s auf dem Parkplatz noch recht ruhig aus. Ahh.. dort ist Steve.  Er kommt uns mit der Prognose entgegen, dass das ganze wohl noch etwas länger dauern wird. Derweil packen wir alles in Heathers Auto während sie organisierend im Schlafkostüm herumwirbelt.

10:00
Ja es ist soweit wir kriechen ins Auto und sind urlaubsreif. Nur noch schnell einen Zwischenstop bei SUPERSPAR um fertigmariniertes Fleisch abzuholen. Der Teufel steckt im Detail. Die Mitarbeiter hatten natürlich das Fleisch noch nicht ganz fertig. Da brat mir doch einer nen Storch…

10:45
Der Motor startet just in dem Moment und die Gemüter lehnen sich beruhigt zurück.

11:11
Schickes Foto neben einer holzverarbeitenden Irgendwas-Fabrik. Die imposanten Rauchschwaden hängen über uns. Na dann: Helau und Kölle Allafff!

10:45 – 19:00
Wir fahren auf der Autobahn… Na ja, auf der afrikanischen Variante, das heißt, es können durchaus Menschen und Tiere auf der Straße herumlaufen.


Eine Kuh läuft direkt vor unseren Jeep, trotz glorreichem Bremsmanöver bekommt die Gute einen ordentlichen Schlag auf den Allerwertesten ab, sonst passiert aber nix. Das Auto hat ne Frontbeule mit brauner Farbe und wir haben einen kleinen Schrecken. Aber was soll’s, das ist hier normal, wir rollen weiter.

Nach circa 8 Stunden Autofahrt, 10 Spuckattacken von der armen Julia (Tochter von Dorota und Steve), zahlreichen wunderschönen Hügeln und Tälern der Transkei, Straßen aus schwarzer und blutroter Erde, erreichen wir in der Dunkelheit unsere letzte Etappe: Vier Kilometer Dirtroad bis zu unserer Unterkunft Wild Lubanzi.

Steve ist offrad-erprobt und meistert die Schlitterfahrt über schlammige Schlaglöcher und die steilen Abhänge mit Bravour. Der Puls geht trotzdem etwas schneller, nun sind wir wieder wach und werden herzlich im Backpacker empfangen.

Das Domizil ist sehr abgelegen und versorgt sich vollkommen autark. Es gibt einen gut bestückten Gemüsegarten, Strom nur abends, wenn der Benzingenerator eingeschaltet wird (aber bitte kein Fön benutzen) und Handy- bzw. Internetempfang ist nahezu unmöglich. Wasser schenkt der Regen. Reduktion, Rückbesinnung…

Wir wandern durch Täler, wir steigen auf Höhn…  
Lubanzi ist einfach ein Traum. Es gibt nicht viel zu sagen, außer dass die Worthülsen Sand, Strand und Meer hier ihre ursprünglichste Bedeutung zurückgewinnen. Beim Frühstücken gucken wir aus dem offenen Veranda-Essbereich des Backpackers auf ein Rudel Delfine, die im türkisblauen indischen Ozean spielen.

Dann geht es los mit Jenny, Moritz und drei anderen Gästen aus dem Backpacker und mit unserem Guide Prince zur Hikingtour (nein, nicht DER Prince, sondern ein Namensvetter aus dem Xhosa-Dorf). Er stellt uns mehreren Dorfbewohnern vor, wir können ihre Hütten besichtigen, lernen wie man Mehl und Rondavels herstellt und probieren das selbstgebraute, sehr gewöhnungsbedürftige Xhosa-Bier aus einer Art Milchtüte.

Es geht weiter zum Hole-in-the-Wall, ein sogenannter Felsen, in den die Wassergewalten ein Loch gebrochen haben.

Das Meer mündet in einen Fluss und bahnt sich den Weg ins Landesinnere. Am dortigen Strand machen wir neben den Kühen rast, die hier überall frei herumlaufen, hängen unsere Klamotten in einen Baum und springen ins blaugrüne Wasser.

Moritz, einem unserer Volonteerfreunde, ging es schon während der Wanderung nicht besonders gut. Magenprobleme und Übergeben- wahrscheinlich hat ihm das eigentümliche Xhosa-Bier noch den Rest gegeben. Nun liegt er schlapp am Strand. Steve ruft zufällig an, denn er steht mit Dorota, Julia, Heather und Patrick auf der anderen Seite der Flussmündung. Damit Moritz nicht den ganzen Weg zurücklaufen muss, liegt die rettende Idee nahe: Er und Samuel schwimmen die 10 Meter hinüber, um zum bequemeren  Jeep zu gelangen. Die anderen machen sich auf den Rückweg durch die atemberaubende Natur. Es geht durch Buschwerk, über steile Hänge, an Kühen, halbwilden Pferden und Mulis vorbei und über viele kleine Flussläufe, die uns lehren, dass Schuhe völlig überbewertet sind. Warum  wohl laufen die Kinder hier überall barfuß? Laut Prince sind wir in 45 Minuten zuhause. Hmm, hatte ich schon erwähnt, dass die Uhren hier anders ticken? Na ja, am Ende des Tages erreichen wir unser Zuhause, wir waren rund sieben Stunden unterwegs, man spürt die glückliche Erschöpfung und nun haben wir definitiv Hunger. Am Abend sitzen wir alle beim Brai zusammen, Gitattenmusik, gute Gespräche über Gott und die Welt und die Katzenbabys aus dem Backpacker spielen auf dem Boden.

Klingt nach kitschiger Lagerfeuerromatik, aber manchmal ist das Leben halt einfach nur schön.

Die nächsten Tage sind wir viel am Strand und in den Wellen verschwunden. Die Natur ist traumhaft. Ich konnte mir von der Volunteerin Kathi im Backpacker sogar ein Shortboard für umme ausborgen und hab die raren Wellen auf dem Brett stehend genießen dürfen…

Seht selbst:

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4

Auf den Tag und die Stunde und die Sekunde und was auch immer genau sind wir nun sage und schreibe vier Wochen Visitors im fernen, auf die kurze Zeit liebgewonnenen, Lande…
Wie im Schnellsuchlauf oder Zeitraffer sind die Tage vorbeigezogen und es bleibt:

Schön dass es so ist, so soll es bleiben

 

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The sound of…

… ultimative Vorbereitungs(hör)minuten für den Afrikatrip. Ich glaub ich hab öfter und länger das genial sanft-groovende Lied von Toto gehört als in einen Reiseführer geschaut. Soll man das?! Bisher hats noch nicht geschadet, würde ich mal meinen.

CUT

Am Wochenende ist immer Houseevening, was heißt die ca. 30 Kids sind in den drei Häusern Jabulani (kleine bis mittelkleine Mädels), Phase 4 (ältere, wenn man böse sein will: pupertierende Mädels) und Phase 5 (nicht der Rest, sondern das Extrakt: die Jungs) anzutreffen und wollen bespielt werden. Meistens heißt das Ihnen einen Film zu zeigen oder wie wir letztens: eine Kissenschlacht machen.
Aber beim letzten Houseevening war der DVD-Player kaputt und ich hatte aber zum Glück meinen Laptop dabei. Da ich ihnen nicht deutsche Filme unterjubeln wollte, gabs eben eine auf das nötigste beschränkte Auswahl aus den geliebten (nicht nur weil geborenen) 80ern.
Die Jungs standen total auf den Song und wir haben ihn in der Dauerschleife neben “We are the world” gesehen. Nun seid ihr dran:

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